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Pi/Waltraud Meckel lebt im Pi-Haus

Das 2geschossige Wohnhaus plus Dachgeschoss wurde ca. 1920 erbaut. Im Jahr 2023 bekam es eine 13 cm dicke Wärmedämmung. Die Fensterumrahmungen in Sandsteinoptik, dazu die alten Klappläden in einem graublau, lassen auch jetzt noch auf das Baujahr 1920 schließen. Das cremefarbige Rosè vom Verputz und die Beschriftung Pi-Haus in der Farbe der Fensterumrandung lassen das Haus zu einem Hingucker in der Straße werden.

Waltrauds Tagebuch, ein Buch gegen das Vergessen 

Donnerstag der 14. Oktober 2021.
Ich werde hier ein Tagebuch führen.  Bei meinen Aktivitäten bitte ich Sie, mein Alter berücksichtigen, im vergangenen März hatte ich das 90te Lebensjahre hinter mir gelassen.
Es ist Nacht. Die Uhr zeigt 4:22. Für normale Menschen ist jetzt Schlafenszeit. Da der Schlaf aber nicht mein Freund ist, macht er sich rar, so gut er kann. Seit 2 1/2 Stunden bin ich dabei, einen Teil der Nacht mit sinnvoller Arbeit zu verbringen.
Da Ende dieses Monats eine Eulenausstellung ansteht, sind noch viel Vorbereitungen zu treffen. Ich lese den Text auf dem Din A 4 Blatt durch.  

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Wir haben inzwischen 2023

und dieses Bild hat etliche Ausstellungen hinter sich.

Das Altenheim irgendwo.

 

Das Corona-Virus beherrscht seit dem Jahr 2020 die ganze Welt. Rat-und hilflos versucht der Staat durch Maßnahmen der Verbreitung Herr zu werden. Die Menschen nähten sich Masken, der schmale Gummi ist ein Renner und dauernd ausverkauft. Toilettenpapier, Backhefe und vieles Andere wird gehamstert.

Besuche werden amtlich eingeschränkt. Alte Menschen sind am anfälligsten, viele überleben die Infektion nicht.

Die Altenheime werden abgeschottet, außer dem Pflegepersonal darf niemand rein und niemand raus.

Das war für mich Anlass genug, ein Bild darüber zu malen.

Die eingesperrten alten Menschen bekamen Angst und wären am liebsten geflohen. Die eine träumte von einer Leiter, eine andere knüpfte Bettlaken zusammen. Aber es gab kein Entrinnen, dafür sorgte der Hausmeister. Auch er war nur ein Handlanger, der den Vorschriften gehorchte.

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Es ist Mai 2023.                                                  

 

 Es sind fast zwei Jahre vergangen. Ich hatte die Webseite zwischenzeitlich aufgegeben, Ich hatte einen richtigen Online-Shop eingerichtet. Den Eulenbilder-Verkauf hatte ich mir anders vorgestellt gehabt. Die monatlichen Kosten überstiegen die Einnahmen, nicht einbezogen war der immense Arbeitsaufwand.

 

Dagegen war die Eulenausstellung im Gemeindesaal der ev. Kirche in Bieber sehr sehr schön. Diese Arbeit hatte sich gelohnt. Die Bilder waren auf farblich passend Leinwände aufgeklebt. Die Stirnwand des Raumes gehörte ausschließlich dem Thema Corona und zog die Gäste magisch an. 

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Seit über einem Jahr herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Russland begann den Krieg. Da auch ich mit vierzehn Jahren vor den russischen Soldaten flüchtete, fühlte ich mich mit dem Leid des überfallenen Volkes verbunden. Es entstanden die Bilder:" Verwundet, Blind, Tot, Die Trauernde."

 

Corona hatten wir überlebt, stattdessen bedrohen uns Umweltkatastrophen. Die Regierung versucht gegenzusteuern. Atommeiler wurden inzwischen abgeschaltet, stattdessen verschandeln immer mehr Windmühlen zur Stromgewinnung die Landschaft. Vögel geraten in den Luft-Sog und werden erschlagen. 

 

Als bekannt wurde dass Offenbach wieder die Kunstansichten organisiert, meldete ich mich mit dem Thema Umwelt und Krieg an. Für dieses Thema malte ich:" Brennende Erde, Katakomben, Schwarze Tränen und brennende Gletscher." Wir kauften ein Zelt 3 X 6 Meter und stellten es in der Einfahrt auf. 

 

07.10. 2013 22:00 Uhr. Zwei Stunden Schlaf habe ich hinter mir. Ich stehe auf und gehe an den Computer...

Hilfe!!! Die Zeit läuft mir davon!!!

Es ist Oktober und vieles wäre nachzutragen. Doch wichtiger ist jetzt die Seite für die Seniorenratswahl, Ich habe mich aufstellen lassen weil ich der Meinung bin, es läuft so vieles nicht rund in unserer Welt rund. Da nur meckern nichts bringt, wurde ich in diesem Jahr Mitglied in der SPD, und dass als 92jährige! Heute Vormittag verteilten wir Flyer und Werbegeschenke vor dem Tegut Laden in der Aschaffenburger Straße. 

Von 16-18 Uhr war ich mit Nadine Gersberger unterwegs, die letzte Werbung vor dem morgigen Wahltag. Ihr meint ich sei ein wenig verrückt? Dass stimmt nicht, viel verrückt trifft eher zu.

Bin gespannt, wie die Wahlen morgen ausgehen!!!

Eigentlich ist die Wahl heute, denn wir haben jetzt 0:33 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die Uhr tickt...

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